Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt (bekannt aus dem YouTube-Format Filmanalyse), sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln sie in „Wohlstand für Alle“ ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge.
Der linkspolitische Podcast beleuchtet dabei ganz unterschiedliche Themen und versucht eine konstruktive Systemkritik.
Aktuelle Folge:
Mehr von Wohlstand für Alle
26. 11. 2025
Ep. 329: Warum kaufen wir Status-Symbole?
In seiner „Theorie der feinen Leute“ („The Theory of the Leisure Class“) analysierte der amerikanische Soziologe Thorstein Veblen bereits 1899, warum Menschen Konsumgüter erwerben, obwohl sie diese gar nicht wirklich brauchen. Besonders die Klasse der Reichen demonstriert durch Konsum ihre Macht.Jedoch können auch diejenigen, die nur wenig Geld haben, sich der Logik des Status-Konsums nicht entziehen. Mag ökonomische Verschwendung eigentlich gar keinen Sinn ergeben, erhält sie plötzlich Bedeutung, wenn damit ein Status manifestiert und demonstriert werden kann.Der Klassiker der Soziologie, in dem es um Konkurrenzkämpfe und Statuswettbewerbe geht, ist bis…
Zur Episode... 19. 11. 2025
Ep. 328: Was der Renten-Zoff über den Sozialstaat verrät
Generationenstreit statt Klassenkampf: Derzeit hat es den Anschein, als würde die Junge Union im Namen der jungen Generation kämpfen, während die SPD und Friedrich Merz die Rentner hofieren. Während die einen das Rentenniveau möglichst schnell senken wollen, möchten die anderen das Rentenniveau zwar auch senken, aber bitte nicht ganz so rasch.Sollte man sich auf eine der beiden Seiten stellen? Die Realität sieht wie folgt aus: Hier werden in erster Linie Arbeitnehmer gegeneinander ausgespielt, über die eigentliche Gemeinheit des Rentensystems wird nicht gesprochen. Um den Irrsinn in dieser Debatte zu begreifen,…
Zur Episode... 15. 11. 2025
Speakeasy #26: Wolfgang bei Ben {ungeskriptet}, Krimi-Flut, Hanno Sauers KLASSE…
In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar diskutieren wir zunächst über Konsumkritik und die wahren Zahlen: Vor allem in linksliberalen Kreisen wird gern so getan, als würden alle Bürger wie wild konsumieren, aber das deckt sich nicht mit der Realität. Für die USA haben wir konkrete Zahlen: Die obersten 10 Prozent sind für 50 Prozent des gesamten Konsums verantwortlich. Wir sehen daran auch, wie es um die Reallöhne steht: sehr schlecht.Anschließend diskutieren wir Fragen aus dem Publikum: Warum liegen Donna Haraway und Bruno Latour falsch? Was waren die Beweggründe für Wolfgangs…
Zur Episode... 12. 11. 2025
Ep. 327: Was der Gold-Hype über die Weltwirtschaft verrät
Der Goldpreis ist seit Beginn des Jahres 2025 um 1000 Euro pro Feinunze gestiegen. Vorangegangen war dem ein kontinuierlicher Anstieg über Jahre hinweg. Welche Ursachen hat dieser neue Goldrausch?Während viele Jahre lang nur Crash-Propheten auf das Edelmetall setzten, sind es jetzt vor allem die Zentralbanken, die zu Treibern des Goldpreises werden. Die Dollar-Reserven nehmen an Bedeutung ab, während Gold immer wichtiger wird, um sich krisenfest abzusichern. Vor allem Trumps konfuse Zollpolitik sowie die tendenzielle Ent-Dollarisierung haben einen Anstieg des Goldpreises zur Folge.Dieser Boom macht einzelne Akteure sicherlich sehr reich, aber…
Zur Episode... 05. 11. 2025
Ep. 326: Ist der digitale Euro eine Gefahr?
Die Einführung des digitalen Euro wurde schon vor fünf Jahren diskutiert, jetzt scheint die Realisierung des ambitionierten Projekts näher zu rücken.2029 soll es soweit sein, wenn auch heute noch unklar ist, wie genau das digitale Zentralbankgeld im Euro-Raum genutzt werden kann. Wahrscheinlich fragen sich die meisten ohnehin, wozu sie einen digitalen Euro brauchen.Gewiss, Kreditkarten-Unternehmen oder digitale Dienstleistern wie Paypal nehmen Gebühren – das könnte durch den digitalen Euro als Alternative günstiger werden. Aber plant die Europäische Zentralbank tatsächlich lediglich ein verbraucherfreundliches Instrument, das das Leben der Konsumenten vereinfachen soll? Nein,…
Zur Episode... 01. 11. 2025
Literatur #58: Christian Kracht – Faserland
Christian Krachts Roman „Faserland“ ist der Grundstein dessen, was als deutsche Popliteratur bezeichnet wird. Zugleich kann man den Text aber auch als einen Grabstein für genau jene Literatur verstehen, die sich ganz in der Pose des Ungefähren gefällt.Der namenlose Ich-Erzähler präsentiert uns seinen schnodderigen Monolog voller Alltagsbeschreibungen, Hass auf die Gutbürgerlichen wie auf die da unten. Die Haltung der Haltungslosigkeit wird zelebriert und zugleich wieder persifliert. Nichts ist sicher. Deutschland wird zu einem Ort der Leere, des Bräsigen und der permanenten Präsenz der Geschichte, die nicht vergangen ist. Sozialdemokratie oder…
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